Case Study · Computer Vision für Badenova
KI-Kanalinspektion für Badenova
SewerScan erkennt Kanalschäden in Inspektionsvideos — mit einem vortrainierten YOLO-Modell, geprüft auf reale Badenova-Inspektionsdaten, und einem Review-Cockpit mit Geokarte und Kanban.


AUSGANGSLAGE
Problem
Kanalinspektion ist Handarbeit: Ein Techniker sichtet jedes Bild jedes Inspektionsvideos — bis ein kritischer Befund auf dem richtigen Schreibtisch landet, können bis zu sieben Tage vergehen.
SO FUNKTIONIERT ES
Lösung & Architektur
Lösung
Das Modell markiert, der Inspektor entscheidet
Ein vortrainiertes YOLO-Modell geht das Inspektionsvideo Bild für Bild durch und markiert Verdachtsstellen: Risse, Fugenfehler, Anschlüsse, Wurzeleinwuchs und Ablagerungen. Das Review-Cockpit zeigt Inspektoren nur noch diese Frames — sortiert nach Dringlichkeit, verortet auf einer Karte, mit Konfidenzwert je Fund. Bestätigen oder ablehnen entscheidet immer ein Mensch; das Modell gibt nichts frei. Gebaut habe ich das mit zwei weiteren Entwicklern, 143 der 192 Commits stammen von mir.
- Kanban-Board mit den Spalten Offen, Bestätigt und Abgelehnt
- Geokarte, die den Status jedes Auftrags zeigt
- Jeder Fund mit Zeitstempel im Video und Konfidenzwert

Ergebnis
Gemessen, nicht geschätzt
Gegenüber der manuellen Sichtung haben wir 90 % Zeitersparnis gemessen. Getestet wurde gegen zurückgehaltene Bilder: 138 beschriftete Aufnahmen, die das Modell nie gesehen hatte, dazu Frames ganz ohne Schaden — sonst sieht jedes Modell gut aus. Zwei an Badenova angepasste Varianten blieben unter der vorher festgelegten Schwelle und wurden verworfen; im Prototyp läuft deshalb das unveränderte Basismodell mit vorsichtig gesetzten Grenzwerten. Die Jury bewertete das Ergebnis mit 4,4 von 5.
- Metriken je Schadensklasse, nicht nur ein Gesamtwert
- Schwelle vorher festgelegt, nicht nachträglich an das Ergebnis angepasst
- Ergebnis: das unveränderte Basismodell, mit vorsichtig gesetzten Grenzwerten
ARCHITEKTUR
Erst prüfen, dann einsetzen


Ergebnisse
- gemessene Zeitersparnis bei der Sichtung
- 90 %gemessene Zeitersparnis bei der Sichtung
- erkannte Schadensklassen
- 5erkannte Schadensklassen
- Bilder im Eval-Set, inklusive Negativbeispielen
- 138Bilder im Eval-Set, inklusive Negativbeispielen
- Jury-Bewertung
- 4,4/5Jury-Bewertung
NACHWEIS & EINORDNUNG
Was belegt ist – und wo die Aussage endet
Die vier Felder trennen meinen Beitrag, den Projektkontext, die Messgrundlage und die Grenzen der Ergebnisse.
- Mein Anteil
- Fullstack- und ML-Entwicklung im Dreierteam. 143 der 192 Repository-Commits stammen von mir; umgesetzt wurden unter anderem Modellintegration und das Review-Cockpit mit Karte, Kanban und menschlicher Freigabe.
- Team & Kontext
- SewerScan entstand mit zwei weiteren Entwicklern beim Badenova-Hackathon und blieb ein Prototyp. Badenova war Gastgeber und stellte die Inspektionsdaten bereit — das ist weder eine Produktfreigabe noch eine Empfehlung.
- Messgrundlage
- Die Evaluation nutzte 138 zurückgehaltene, beschriftete Bilder einschließlich Negativbeispielen. Zwei angepasste Varianten verfehlten die vorab festgelegte Schwelle; eingesetzt wurde deshalb das unveränderte Basismodell. Gegenüber der getesteten manuellen Sichtung wurden 90 % Zeitersparnis gemessen; die Jury vergab 4,4/5.
- Grenzen
- Die Ergebnisse stammen aus einem Hackathon-Prototyp und belegen keinen Produktivbetrieb. Die 90 % gelten für den getesteten Sichtungsablauf; es werden keine allgemeine Erkennungsquote und keine Übertragbarkeit auf andere Kanalnetze behauptet. Jeder Befund bleibt unter menschlicher Kontrolle.

GEBAUT MIT
Tech-Stack
- Python
- PyTorch
- YOLO
- FastAPI
- Next.js
Links
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Ich baue Systeme, die produktiv laufen sollen statt nur zu demonstrieren. Wenn das zu deinem Vorhaben passt, schreib mir.
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